Der Zauber von Serendipity

Der Zauber von Serendipity, den glücklichen Fügungen

Der Zauber von Serendipity

Mein heutiger Blogbeitrag ist dem englischen Wort Serendipity gewidmet – unaussprechlich schön vom Klang und der Bedeutung, außerdem mein englisches Lieblingswort und als Lebensmotto mein treuer Begleiter!

Serendipity (engl. ser·en·dip·i·ty\ˌser-ən-ˈdi-pə-tē \), auf deutsch die „glücklichen Fügungen“

Ich lernte dieses Wort als Titel der Liebeskomödie „Serendipity – Weil es dich gibt“ (2001) mit Kate Beckinsale und John Cusack kennen. In diesem Film lassen die beiden Hauptdarsteller das Schicksal entscheiden, ob sie sich wiedersehen werden oder nicht… Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht. All jenen, die den Film nicht kennen, empfehle ich ihn für einen gemütlichen Abend auf der Couch. Ja, er ist kitschig und der Verlauf in gewisser Weise vorhersehbar, aber manchmal sehnt man sich danach doch auch… das Herz warm werden zu lassen und sich in die Filmwelt zu flüchten, oder? Ich selbst schaue den Film immer noch gerne, vor allem in der Winter- und Weihnachtszeit, an.

Es war der Klang des Wortes, der mir gefiel: besonders, anders und – ja, ich gebe es zu – beim ersten Mal Hören unaussprechlich kompliziert. „Seren – bitte was?“ werde ich öfters gefragt, wenn ich meine emotionale Verbindung mit diesem Wort erkläre. Denn mittlerweile ist dieses Wort in gewisser Weise zu meinem Lebensmotto geworden und in den letzten zwei Jahren ist sehr vieles bei mir geschehen, das ich als glückliche Fügung bezeichnen kann. Begegnungen mit Menschen, die in mein Leben getreten sind und für den weiteren Verlauf meines Weges richtungsweisend waren. Ich denke zurück an die Kontaktaufnahme mit Jannike Stöhr (Speakerin, Bloggerin und Job-Testerin im Projekt „30 Jobs der Zukunft“) und ihr wichtiger Hinweis an mich „Die Fragezeichen werden nicht weniger durch das Nachdenken, sondern durch das Tun“!

Mut zum Absprung – und was kam dann?

Wie es weiterging, wisst ihr wahrscheinlich: ich tat es wirklich, mit allem Mut, kündigte ich meinen Job in einer renommierten HR-Beratung in Wien. Der einzige Plan, den ich danach hatte, war meine Radtour von Hamburg, meiner Herzensstadt, nach Wien, meiner Heimatstadt. Per Rad alleine einmal quer durch Deutschland. Dank dieser ungewöhnlichen und mutigen Geschichte wurde die Initiative DNA – Das Neue Arbeiten auf mich aufmerksam. Ich begann, auf Konferenzen und in kleineren Veranstaltungsformaten von meiner Geschichte zu erzählen. „Meine Geschichte?“, dachte ich zu Beginn. Ich bin doch „nur“ von Hamburg nach Wien gefahren und das auch ganz zweckfrei, einfach für mich, um Freiheit und Abstand zu gewinnen. Rückblickend half mir diese unbeschreibliche Erfahrung am Fahrrad ganz maßgeblich auf dem weiteren Weg und wurde eine Metapher für das, was folgte – über Umwege kam ich auf den richtigen Weg, meinen Weg. Den Weg in die Selbstständigkeit!

„Chance favors the prepared mind!” – oder: Serendipity ist kein Synonym für Glück

Man könnte auch sagen, dass ich einfach Glück gehabt habe und sich die Dinge ergeben haben, sich gefügt haben also. Aber ich bin davon überzeugt, dass so etwas alles nicht ohne das eigene Zutun geschieht. Die Weichen muss man richtig stellen. Oder, um es mit einem Zitat zu sagen: „Chance favors the prepared mind“. Dieses Zitat des französischen Mikrobiologen Louise Pasteur (der übrigens das Verfahren der Pasteurisierung erfunden hat – Man lernt ja nie aus! 😉 ) verdeutlicht, dass es schon Mühen und Vorarbeiten braucht, eine ungefähre Richtung und ein Ziel – und dann gibt es Momente, schwupps, da wird man vom Glück angezogen. Oder eben von Serendipity… Eine andere deutsche Übersetzung lautet übrigens “Spürsinn” und auch das trifft es ganz gut, finde ich!

Ich werde hier jetzt nicht aufzählen, wann mir Serendipity noch im Leben begegnete, denn das könnt ihr in meinen „Serendipity Stories“ lesen, mit denen ein Großteil dieses Blogs gefüllt ist. Mit diesem „Einführungskapitel“ wollte einfach eine Erklärung abliefern, wofür dieses Wort steht (das viele schon mit mir in Verbindung bringen) und euch dieses Wort schmackhaft machen. Übrigens habe ich Julia von Yoga&Juliet, zu der ich auch in gewisser Weise durch Serendipity kam, dazu inspiriert, sich ein „Serendipity“-Tattoo stechen zu lassen 🙂 Schön, Inspirationsquelle für andere zu sein!

Meine Botschaft lautet also:

Geht hinaus, macht die Augen auf und sammelt die Puzzleteile, die euer großes Ganzes ergeben. Und bis zum Zusammensetzen dessen freut euch besonders über die kleinen Kostbarkeiten, mit denen ihr vom Leben beschenkt werdet!

 



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